Jubiläumsfahrt 25 Jahre Steyr-Puch-Club  14 - 19.Juli 2009

Reisebericht von Robert Hebenstreit

14.7.2009    06:15

 

Noch nicht ganz munter aber schon sehr aufgeregt (was der Tag bringen wird) verlassen wir unser Haus Richtung Stockerau. Den Puch haben wir schon am Vorabend beladen denn Gepäck für drei Personen will sorgfältig verstaut werden. Den letzten Abend vor der großen Tour verbrachten wir sehr nett mit Regina und Günther. Diese übernachteten bei uns um schon Näher am Start zu sein.

06:30  Eintreffen in Stockerau

Als wir in Stockerau ankamen waren schon fast alle Teilnehmer anwesend. Schnell verteilte ich die Roadbooks  und Erich erklärte allen Fahrern den Tagesablauf und die Gruppeneinteilung.

07:00 Jetzt geht es los

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich mit dem ersten Glockenschlag setzte sich alle Pucherl in Bewegung und los ging es auf Bundesstraßen über Tulln in die Wachau.

Erste Station war St. Lorenz in der Wachau wo wir Karl Leitner abholten. Günther Leitner konnte nach einem Motoradunfall leider nicht mitreisen und winkte schweren Herzens dem Konvoi hinterher. Dieser bewegte sich geschlossen über Melk nach Ybbs wo wir in der Raststätte mit dem Puch 500 am Dach einkehrten.

Hier stießen  noch einige Teilnehmer zur Gruppe. Gestärkt ging es weiter über Lunz am See, Hieflau nach Admont.

 Das Mittagessen in einem schattigen Gastgarten schmeckte nach einigen Stunden im Pucherl besonders gut und weiter ging es durch Liezen nach Grömbming.

Hier war ein kurzer Stopp notwendig da ein Pucherl keinen Öldruck anzeigte. Ein paar gekonnte Griffe von Josef Lukatschek und ca. 10 Minuten später ging es schon wieder los. Über Radstadt St. Johann nach Rauris. Nach 390Km trafen wir dort am Nachmittag ein und bezogen glücklich unser Quartier.

Die Freude an meinem Geburtstag den Konvoi von 18 Pucherl quer durch Österreich führen zu dürfen war groß. Sie wurde jedoch beim Abendessen übertroffen als mich Erich im Namen des Clubs mit einer wunderbaren Geburtstagstorte überraschte. Nach einem gemütlichen Abend der je nach Kondition der Teilnehmer länger oder noch länger dauerte hatte niemand  Probleme einzuschlafen.

15.7.2009 09:00  Ausflug nach Kolm Saigurn

Pünktlich um 09:00 Uhr versammeln wir uns vor dem Hotel um nach Kolm Saigurn zu fahren. Familie Mazinger hat für uns organisiert, dass wir bis zum Ammererhof fahren dürfen und der Parkplatz für uns reserviert ist. Dort werden die Pucherl ordentlich in Reih und Glied eingeparkt doch die Mühe lohnt sich wie man auf den Bildern sieht.

 

Einige wandern auf eine Hütte andere gehen ein wenig spazieren oder gleich zum Essen aber für jeden ist etwas dabei. Auf der Rückfahrt stoppen wir beim Goldwaschen und bewundern wie viel Fam. Lukatschek schon gesschürft hat. Sicher ist ihr Pucherl bald vergoldet.

16.7.2009 Der Große Tag Großglocknerbefahrung

Nach dem Wetterbericht war dieser Tag der schönste der Woche und wir haben daher die Großglocknertour an diesem Tag eingeplant. Im Nachhinein Betrachtet haben wir gut gewählt den der Tag am Berg war perfekt. Pünktlich nach dem Frühstück setzte sich der Pucherl Konvoi Richtung Mautstelle Großglockner Hochalpenstraße in  Bewegung. Nachdem wir die Maut bezahlt hatten wurde das Feld aufgelöst und jeder fuhr so schnell er wollte oder konnte den Berg hinauf. Gleich nach dem Start zeigten einige 650er was in ihnen steckt und überholten weit neuere Fahrzeuge auf dem Weg nach oben. Wichtig war jedoch, dass alle Puchs ohne technische Probleme den Anstieg meisterten und auf der Kaiser Franz Josef Höhe zum Gruppenfoto einfuhren.

 Heinz organisierte eine Erlaubnis und die Puchs wurden zur Freude aller Touristen rund um das Boot aufgestellt.

Einigen reichte eine Bergfahrt nicht und sie fuhren nach Heiligenblut um den Glockner von beiden Seiten zu bezwingen. Zur Belohnung gab es danach wie es sich für eine Clubausfahrt gehört Prosecco aus Helmuts Anhänger. Dieser Schmeckte auf 2407m Seehöhe besonders gut. Auf der Rückfahrt ins Hotel besichtigten wir noch die interessante Ausstellung im Haus Alpine.  

17.7.2009 Kaprun

Im Konvoi geht es nach Kaprun zum Kraftwerk. Die Fahrt endet mit einer Rundfahrt durch alle Ebenen des riesigen Parkhauses. Ein Insider hat uns verraten, dass man am Besten ganz oben parkt. Wir benötigen nur wenige Parkplätze, da locker 2 Pucherl auf einen Stellplatz passen.

Mit Europas größtem Schrägaufzug (Spurweite 8m) geht es hinauf zum Stausee. Wir besichtigten die Staumauer von außen und innen bevor wir zum Mittagessen gingen.

Abschluss der Führung war das Turbinenhaus im Tal. Von dort fuhren wir noch ins Oldtimer Museum Kaprun wo uns Herr Vötter jeden seiner Lieblinge erklärte.

18.7.2009 Ennstal Classic

Zeitig am Morgen brechen wir in Richtung Gröbming auf, denn unser Ziel ist die Ennstal Classic. Leider ist das Wetter nicht optimal und der Ausdruck schlecht wäre untertrieben.

Bei strömenden Regen fahren wir direkt zum Parkplatz der Raika der für uns reserviert wurde.

Zum Glück funktioniert meine Konstruktion super. Das durch die undichte Windschutzscheibe eindringende Wasser wird aufgefangen und kann durch öffnen des Drehverschlusses abgelassen werden. (Patent angemeldet)

Aufgrund des schlechten Wetters wird ein Basislager im Gasthaus eingerichtet in das alle immer wieder zum Aufwärmen zurückkehren. Wir bewundern viele tolle Oldtimer beim Chopard-Grand Prix. Diese tun einem wirklich Leid bei diesem Regen. Da es auf den umliegenden Bergen geschneit hat, musste unsere geplante Fahrt auf den Stoderzinken leider  ausfallen.

Wir fuhren deshalb in unser nächstes Quartier den Gasthof Leitner in Donnersbach wo wir herzlich begrüßt wurden.

 Der Begrüßungsschnaps wärmte unsere durchfrohrenen Körper und beim Abendessen sind wieder alle fröhlich.

19.7.2009 Heimreise

Nach einem ausgezeichneten Frühstück führt uns Erich über eine sehr nette Straße auf die Planeralm.

Wieder im Tal verabschieden sich einige Clubmitglieder, da sie über die Autobahn fahren. Der Großteil der Gruppe fährt jedoch wieder über die Bundesstraße zurück. Den Rückweg fahren wir über Mariazell, wo wir die letzte Rast machen und nach der Besichtigung des Doms gibt es noch eine super Jause.

Von Mariazell geht es über kleine Straßen zurück nach Stockerau. Dort löst sich die Gruppe auf, und jeder fährt die restlichen paar Kilometer nach Hause.

Unsere Pucherln haben die 1200 km tadellos bewältigt und wir freuen uns schon auf die nächste Reise.

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